Achten Sie auf geprüfte Qualität!
Wie können Patienten, Ärzte und Sozialdienste erkennen, ob die Behandlung in einer Rehabiliations-Klinik "passend und gut" ist? Eines der wichtigsten Merkmale für medizinische Qualität: ein Zertifikat nach einem anerkannten Qualitätsprüfungs-Verfahren.
In den vergangenen Jahren hat sich ein System der Qualitätssicherung bewährt, das in Zusammenarbeit der teilnehmenden Kliniken und dem Verband Deutscher Rentenversicherungsträger entwickelt worden ist. Mit regelmäßigen Stichproben und schriftlichen Befragungen von Patienten wird sichergestellt, daß die gemeinsam entwickelten Qualitätskriterien von allen Teilnehmern eingehalten werden. Mit diesem Qualitätssicherungsprogramm ist ein hoher rehabilitativer Leistungsstandard in der entsprechenden Klinik garantiert. Es ist gewährleistet, daß alle therapeutischen Maßnahmen unter einem Dach und in der Verantwortung einer Reha-Klinik stattfinden. Weiterhin ist mit der Teilnahme an diesem Qualitätssicherungsprogramm verbunden, daß alle Möglichkeiten zur Weiterentwicklung des eigenen rehabilitativen Angebotes nach modernsten wissenschaftlichen Erkenntnissen genutzt werden.
Weiterentwicklung der Qualitätssicherung - Kriterien des Erfolges
Die Analyse der stichprobenartigen Patientenbefragung verdeutlicht, neben positiven Ergebnissen, auch Ansätze für eine weitere Qualitätsverbesserung der medizinischen Rehabilitation. Der Bundesverband Deutscher Privatkrankenanstalten e.V. hat einen Katalog mit weiteren Qualitätsanforderungen entwickelt, die eine Richtschnur für die Kliniken darstellen. Das Ziel: es soll eine noch bessere Überprüfbarkeit der Leistungsfähigkeit der Kliniken erreicht werden.
Die wichtigsten Aspekte dieser neuen Qualitätsanforderungen listen wir Ihnen hier auf:
- Der Patient im Mittelpunkt
Eine ganze Reihe von Kriterien der Anforderungsliste setzen sich mit der Ausrichtung der Klinik auf die Bedürfnisse der Patienten auseinander. Fragen der patientenfreundlichen Klinikaufnahme, der Betreuung auch an Wochenenden, der Einbeziehung von Lebenspartnern in den Prozess der Beratung (z.B. Ernährungsberatung) stehen im Zentrum dieser Qualitätskriterien. - Ärztliche Betreuung für alle Indikationen
Die größte Anzahl von Kliniken behandelt unterschiedliche Krankheitsbilder aus mehreren Indikationsbereichen. Für jede Indikation soll mindestens ein Facharzt in der Klinik angestellt sein. - Teamarbeit
Therapieformen mit gegenseitiger Wechselwirkung, ganzheitlichem Ansatz, Zusammenspiel von physikalischen Anwendungen und ärztlicher Betreuung - diese Grundlagen qualitativ hochwertiger medizinischer Rehabilitation können nur im Team erbracht werden. - Sicherung von Qualität über kontinuierliche Weiterentwicklung
Stillstand ist Rückschritt - diese Erkenntnis gilt auch für die Qualitätssicherung im Bereich der medizinischen Rehabilitation.
Zwei Anforderungen zur internen Weiterentwicklung sollen Kliniken erfüllen:
Zum einen sollen die Patienten im Verlauf ihres Klinik-Aufenthaltes aktiv in ihren Gesundungsprozeß eingebunden werden.
Anhand von Fragebögen sollen Kritik und Anregungen abgefragt und in den weiteren Planungen aufgegriffen werden.
Zum anderen muß eine kontinuierliche Weiterbildung der Mitarbeiter gewährleistet sein. Nur über eine regelmäßige Teilnahme an Seminaren und Workshops von Mitarbeitern aus allen Klinikbereichen ist diese Weiterbildung nachzuweisen und sind die Qualitätskriterien zu erfüllen.






Unter dem Motto des diesjährigen Deutschen Reha-Tages "REchtzeitig
HAndeln, REHA - meine Chance" hatte das Aktionsbündnis der 20
Initiatoren, darunter der Arbeitskreis Gesundheit, bundesweit Kliniken
und Einrichtungen der Rehabilitation zu einem gemeinsamen Aktionstag
aufgerufen.